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26. Juli - Machs gut, schnöde Welt

Bild von smoe

Nach anfänglichen Schwierigkeiten wach zu werden, ohne Simpsons zu frühstücken, das Gepäck im kleinen Renault zu verstauen und entspannt die Fahrt nach Dresden anzugehen kommen wir schließlich kurz nach acht in Dresden an. So richtig zufrieden mit dem Gewicht seines Rucksacks ist keiner. Wir überlegen krampfhaft, wie die 20 Kilo noch zu verringern wären und wie die sich wohl auf dem Rücken und auf dem Berg anfühlten. Ich versuche mir auszurechnen, wieviel Kilo ich - verhältnismäßig zu meinem eigenen Gewicht - mehr auf dem Rücken trage, als die anderen. Aber unsere Laune kann nichts trüben. Wir sind die Helden der Stunde; die Männer, nach denen einsame Frauen rufen, wenn sie sich einsam fühlten.
Ca. um neun geht es los: InterCity nach Budapest. Ne scheene lange Zugfahrt durch drei Länder. Abends gegen halb neun sollen wir ankommen, doch wir hatten die Rechnung ohne die Bahn gemacht. In Děčín, kurz nach der tschechischen Grenze steht unser Zug erstmal über eineinhalb Stunden sinnlos rum. Über den Zuglautsprecher erfahren wir, dass es "betriebliche Probleme" gibt. Wir fassen das als "technische Schwierigkeiten" auf. Irgendwann geht es weiter, aber der Zug muss eine andere Strecke fahren, was uns wiederrum 60 Minuten Verspätung einbringt. Schließlich kommen kommen wir mit mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Budapest an, wo uns Sebb natürlich nicht wie geplant am Bahnsteig in Empfang nimmt. Wir sind kurz davor, Sebb ausrufen zu lassen, als er völlig außer Atem die Eingangstreppe hochstürzt - den nicht minder schweren Rucksack auf dem Rücken. Sebb hat aufgrund unserer Verspätung etwas länger Budapest erkundet. Das endete damit, dass er in den falschen Bus einstieg und somit auch nicht rechtzeitig am Bahnhof war. Das fängt ja alles schon mal gut an.
Dank unserer Verspätung war es das natürlich für den Plan, Budapest noch ein paar Stunden zu erkunden. Stattdessen besorgen wir uns unsere Fahrkarten nach Sibiu, holen uns am Kiosk noch ein paar Bier und Baguette und warten auf unseren Anschlusszug. Ca. 23 Uhr gehts nach Simeria - was dann schon Rumänien ist - weiter.

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