Die Nacht ist grausam. Zweimal stehe ich auf, um mich zu entleeren, von den Kraempfen ganz zu schweigen. Am Morgen steige ich auf eine Reis-Joghurt-Diaet um und schlucke Renes Tabletten, da meine Kohle-Tabletten nicht die geringste Wirkung zeigen. Fruehsteck machen wir wieder in der Strandbar, ich mehr gezwungen als genuesslich. Reis mit Joghurt schmeckt nicht sonderlich. Wir beschliessen, den Tag am Strand zu relaxen, ab und zu frisbeezuspielen und unsere Blaesse zu entfernen. Gesagt getan. Zwischendurch hole ich die vergangenen Zeilen auf und erstehe das ein oder andere Tuch von einer der Sunitas, die den ganzen Tag den Strand hoch und runter spazieren und ihre Ware anbieten. Gegen Abend machen wir uns auf den Rueckweg, da ich noch ins Internetcafe will. Geschlagene zwei Stunden sitze ich und tippe - frustriert ob der vertauschten "Z" und "Y" und der fehlenden Umlaute - zwei Tage ab. Wer sich diese Schikane hat einfallen lassen, dem gehoert ordentlich auf den Deckel gegeben. Zum Glueck gewoehnt man sich nach circa zwei Stunden daran. Rene ist derweil allein unterwegs, etwas essen und Geldtauschen, anschliessend noch am Strand herumtingeln. Als ich fertig bin, gehe ich auch noch einmal ins Dorfzentrum und arbeite meine Einkaufsliste ab: 5 Liter Wasser, Fruehstuecksallerlei, einen Ersatz fuer Renes heruntergefallene Zahnbuerste und einen Rucksack. Hier gibt es doch tatsaechlich einen Stand, der Taschen nach eigener Vorstellung fertigt. Das ist mal noch einen naeheren Blick wert. Hungrig vom shoppen gehe ich in "Sanji's Milky Way" und bestelle mir ein Banana Lassi, welches sich mehr und mehr zu meinem Lieblingsgetraenk entwickelt, und - diaetgerecht - Tomato Lemon Reis. Und darauf warte ich zur Zeit.
Nach dem leckeren Reis mache ich mich auf den Rueckweg. Rene ist auch wieder da, nachdem er sich den Sonnenuntergang angeschaut hat und noch etwas am Strand spazieren war. Am Tisch sitzend, erzaehlend und ein Bier trinkend - Hopfen soll ja auch gut fuer die Verdauung sein - hoeren wir in weiter Ferne einen tiefen Bass und entschliessen uns noch einmal nachzuschauen.
In der Coco-Loco-Bar laeuft minimal, wenn auch durch die Musik der Nachbar-Bar gestoert. Wir schnappen uns zwei Strandliegen und philosophieren noch etwas ueber Urspruenge und Beeinflussung elekronischer Musik, beziehungsweise Techno. Doch der harrsche Wind treibt uns schnell die Kaelte unter die Klamotten, so dass wir bei Zeiten den Rueckzug antreten und schlafen gehen.