Nach einem traegen Munterwerden starten wir 7.30 Richtung Muenchen. Den ersten Stau haben wir schon kurz vor dem Hermsdorfer Kreuz. Hier beschlich uns schon eine wage Befuerchtung, dass wir doch nicht das richtige Reisemittel gewaehlt haben. Die Autobahn ist wider Erwarten sehr voll und uns kommt der Verdacht, dass vielleicht irgendwo Ferien begonnen haben. Dass die meisten Autos mit Dachgepaecktraegern und Ski ausgeruestet sind, bestaerkt diese Annahme.
Nach einer halben Stunde Stop n Go fliesst der Verkehr wieder einigermassen, doch die bedrueckende Spannung, dass es auf dieser Fahrt nicht das letzte Mal war, bleibt und soll uns fuer die restliche Zeit im Auto begleiten.
Als es uns dann noch zweimal an den Nerven zerrt und wir ernsthaft befuerchten, den Flug zu verpassen, verlassen wir die Autobahn, die einen Herzkranzgefaesskartar gleicht und suchen unser Glueck auf der Landstrasse. "Becker" (unser Navigationsssyem) hilft uns dabei. Tatsaechlich kommen wir eine Stunde vor Abflug am Flughafen an und koennen uns auf die Suche nach dem Parkplatz begeben. Waehrend ich parke checkt Rene ein Taxi ab und 10 Minuten spaeter sind wir auf dem Weg zum Terminal. Einchecken und Gepaeckabgabe gehen zuegig und am Ende ging alles "Just in Time" auf.
Es waere noch erwaehnt, dass das Taxi vom Parkplatz zum Terminal 10 EUR kostete und wie ein Raumschiff aussah.
Puenktlich hebt das Flugzeug ab und wir bereiten uns auf unserer Sitzreihe auf den sechstuendigen Flug vor, in dem wir die gefuehlten tausend Filme und Serien auf unseren Touchscreens checken und uns von den suessen Flugbegleiterinnen verwoehnen lassen. Es gab tolles vegetarisches Essen, dazu fuer mich "Babylon A.D" (ein Film) und Wodka. Immer wieder starten wir verzweifelte Versuche die Zeitverschiebung zu berechnen.
Sechs Flugstunden koennen schon ganz schoen auslaugen. So sind wir froh, als der Pilot die zehn Minuten verfruehte Landung ankuendigt und erleichtert, als das Flugzeug aufgesetzt hat. Uebrigens: Dubai sieht nachts von oben schon eindrucksvoll aus, aber der Flughafen laesst meine Kinnlade herunterklappen. Glitzerndes Spiegellicht ueberall, riesige Hallen, versetzte Etagen und Fahrstuehle, die an irgendeinen Science Fiction Film erinnern. Alles ist voller Duty-Free-Shops, die von arabischen, asiatischen und europaeischen Menschen ueberrannt werden. Ich komme mir mit meinem Stoffbeutel in der Hand etwas hilflos vor. Nachdem wir ziellos diese Promenade hoch und runter gelaufen sind, suchen wir uns ein Cafe, trinken zwei Kaffee und warten bis wir in einer Stunde nach Mumbai einchecken koennen.