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1. August - Das hammer uns verdient!

Bild von smoe

Endlich mal wieder richtig geschlafen. Die Betten sind zwar durchgelegen und der Mief unserer langsam trocknenden Klamotten lässt die Luftqualität weit am erträglichem vorbeiziehen, aber was sind schon solche Lapalien im Gegensatz zu Geborgenheit und Wärme und dem Gedanke, heute keine Ängste ausstehen zu müssen. So schläfts sich auch locker bis kurz vor 12 Uhr, und ein Blick aus dem Fenster lässt einen nochmal ganz beruhigt umdrehen. Wir nehmen uns heute Zeit für die kleinen Freuden des Lebens: Kaffee und Zigarette, gepflegtes Schachspiel, fremde Arbeit kriti- äähh korrigieren, Bierchen trinken und fremdes Essen essen. So entspannend ist Urlaub nur nach Strapazen, wie wir sie erlebt haben.
Die Cabana liegt immer noch in Nebel. Wolkenverhangene Berge turnen uns so gar nicht an, weshalb jede Tätigkeit mit einer unvergleichlichen Genugtuung und ohne Gewissensbisse getan wird, selbst nachmittags um vier, vier Biers zu bestellen. Doch auch dieser Tag geht vorbei, wenn gleich eindrucksvoll, wie selten einer zuvor. Auf dem Zimmer philosophieren wir noch bis spät in die Nacht über Gott und die Welt, Bundeswehr und NVA, was man alles unbedingt oder überhaupt nicht auf einer Bergtour braucht und unseren Ausweichplan: durchs Donaudelta paddeln. Irgendwann gegen zwölf Uhr schägt die Müdigkeit wieder zu und in der Hoffnung, dass unsere beim Küchenmeister abgegebenen Schuhe bis morgen wieder halbwegs trocken sind erwarten wir den nächsten Tag.

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