Die essential existence gallery, das sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) präsentieren am 19.09.2009 einen "Tag der freien Lizenzen" in Leipizg – dem Tag, an welchem auch das „Westpaket" auf der Karl-Heine-Straße gefeiert und weltweit der „Software Freedom Day" begangen wird. Die Veranstaltungen im Westwerk beginnen am Samstag ab 10 Uhr und bieten Euch vielfältige freie Angebote, witzige Aktionen, interessante Workshops und Vorträge. Gegen 19 Uhr beginnt im Superkronik die Podiumdiskussion „Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!". Im Anschluss daran findet die erste Netaudio Nacht Leipzigs statt.
Im September heißt es wieder unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" auf die Straße gehen. Hoffen wir, das kurz vor der Bundestagswahl ganz viele diesem Aufruf folgen werden. Treffpunkt ist am Samstag, den 12. September 2009, um 15 Uhr der Potsdamer Platz in der Hauptstadt.
Die Demonstration ist auch dieses Jahr Teil des internationalen Aktionstages "Freedom not Fear", zu dem weltweit Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden werden.
Kreatives Gemeingut zwischen alten Utopien und neuen Wirklichkeiten
Der Workshop möchte zunächst, mit einer kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise beginnend, die Entwicklungslinien bis hin zu unseren heutigen digitalen Vervielfältigungs- und Verteilungsmöglichkeiten stoffloser Güter erarbeiten. Daran anschließend werden aktuelle Alternativen (Copyleft, Creative Commons und Public Domain) zur angloamerikanischen Copyright-Tradition und kontinentaleuropäischen Droit d'auteur-Tradition vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei besonders das von Lawrence Lessig lancierte Creative-Commons-Projekt: Was ist Creative Commons, wie funktioniert dieses alternative Lizenzierungsmodell, welchen Sinn macht es und vor allem: wie ist es anzuwenden? Abschließend wird näher beleuchtet, wie der Ansatz einer alternativen Musikdistribution über ein Netlabel funktioniert und welcher ideengeschichtliche und soziokulturelle Zusammenhang zwischen freien Inhalten und freier Software besteht. Als Einstimmung in die Thematik und Grundlage für den Workshop empfiehlt sich der dänische Dokumentarfilm „Good Copy, Bad Copy“.
°04.07.2009...14h
°Conne Island
°Koburger Str. 3.....04277 Leipzig
Vom 27. bis 30. Dezember 2007 fand im Berliner Kongresszentrum der 24. Chaos Communication Congress statt − eine jährliche Veranstaltung des Chaos Computer Clubs rund um Fragen der digitalen Datenwelt, die sich völlig zurecht zunehmender internationaler Beachtung erfreut. Das vielseitige und spannende Vortragsprogramm, steht − ganz im Sinne einer nachhaltigen und offenen Kultur − zum Herunterladen bereit (das vom vorigen Jahr übrigens auch: 23C3).
Der 1981 gegründete CCC produziert kontinuierlich wertvolles und unverzichtbares Gegenwissen mithin -macht, um den historischen Übergang "Von der Gutenberg- zur Turing-Galaxis" in Mitten dessen wir uns befinden, zu begreifen und mitzugestalten: angefangen vom Chaosradio, über ChaosTV bis hin zur Datenschleuder, um nur die drei Wichtigsten zu nennen. Für nähere informationen v. a. zur äußerst interessanten Geschichte des Clubs lohnt sich ein Blick in die Wikipedia sowie in das Dossier Chaotique, in dem sich aus heutiger Sicht amüsante Berichte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens der 1980er Jahre finden.
Die situationistische (Selbst-) Gebrauchslyrik eines Natsaf Namün erwächst stets aus spontanen, aber konkreten Launen heraus. Seine Sprachexperimente, eine Art Usance offener Irritation, versuchen das Sein der Sprache zu indizieren, welches vor dem eigentlichen Sprachakt liegt. In dieser Falte - an diesem Nicht-Ort der Sprache - beginnt das Sprechen zu fiebern, indem es sich vor-stellt ohne zu repräsentieren und somit eingeschlossen im Zwielicht von Wahnsinn und Gesellschaft, von Traum und Existenz, von eigenem Selbst und fremder Welt erstrahlt.